Dass sich die Hänge im Lorzetobel bewegen, ist an sich nichts Neues, wie Max Uebelhart, Chef des gemeindlichen Führungsstabes (GFS) Baar am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Seit etwa zwei Tagen aber sind diese Bewegungen heftig geworden. «Auf einer Länge von rund 120 Metern erfolgten Riesenabbrüche».
Bereits lägen in der Lorze Schutt und Bäume. Es gelte nun zu verhindern, dass der Flusslauf verstopft werde und «dass sich ein Stausee bildet». Wenn nämlich unter dem Druck der Riegel brechen und das Wasser in einem Schwall zu Tal strömen würde, dann würde Baar Überschwemmungsgefahr drohen, erklärte Uebelhart.
Grosse Maschinen können in dem Gelände allerdings nicht eingesetzt werden. Nun setzt die Gemeinde auf Hilfe von Zivilschutz und Armee. In der vergangenen Nacht haben laut dem GFS-Chef Zivilschützer den Hang beobachtet. Auch die Armee habe ihre Hilfe zugesagt und am Mittwoch das Gebiet schon mal rekognosziert.
Die Gemeinde habe zudem ein geologisches Gutachten bestellt, wie Gemeindevertreter an einer Medienorientierung sagten. Zwei unabhängige Firmen wurden damit beauftragt, festzustellen, wieviel Material von den Hängen rutschen könnte. Möglich seien zwischen 20'000 und einer Million Kubikmeter, sagte Uebelhart. Vorderhand warte man nun einmal auf dieses Gutachten.
Bericht www.zugerzeitung.ch