Das Thema des Referats: Brand Zunfthaus Zur Zimmerleuten Zürich vom 14./15.11.2007.
Fast bis auf den letzten Platz war der Theoriesaal der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug am Donnerstagabend, 08.05.2008, besetzt. Aus allen Gemeinden vom Kanton Zug waren Angehörige der Gemeindefeuerwehren gekommen, um ein Referat des Kommandanten Peter Wullschleger der Feuerwehr Schutz und Rettung Zürich zu hören. Eingeladen hat zum alljährlichen Fortbildungskurs der Feuerwehrverband des Kantons Zug.
Als Einstieg präsentierte Peter Wullschleger kurz die Arbeit und die Organisation der Schutz und Rettung der Stadt und Kanton Zürich. Noch nicht all zu lange gehört auch die Flughafenfeuerwehr Kloten zur Stadt Zürich. Die Feuerwehr wird heute in Nord und Süd aufgeteilt. Die Brandwache Manesse deckt das ganze Stadtgebiet ab und Nord beschäftigt sich rundum und im Flughafen. Die Berufsfeuerwehr Zürich wird unterstützt von Milizwehren, Bundeslöschzug, Pionierzüge, Feuerwehrsanität und den verschiedenen Stützpunktfeuer-wehren des Kantons Zürich.
Brand: Kurz vor Mitternacht am 14.11.2007 ging bei der Berufsfeuerwehr Zürich ein automatischer Brandalarm aus dem „Zunfthaus Zur Zimmerleuten“ ein. Schon beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge bei der Uraniabrücke am Limmatquai stand der Dachstock des fürstlichen Gebäudes bereits in Vollbrand. Sofort wurde über die Einsatzleitzentrale ein Grossaufgebot angeordnet. Gemäss Wullschleger handelte es sich beim Brand nicht eigentlich um ein Grossereignis, sondern es sah nach einem chirurgischen Eingriff aus. Das Gebäude war richtiggehend eingebettet von vielen Häusern rund ums Zürcher Niederdorf. Es gelang den Rettungskräften, dank einem gezielten Löschangriff, einen Übergriff auf die anderen Häuser der Altstadt zu verhindern. Im 3. Stock befand sich ein Feuerwehrmann, der mit Löscharbeiten beschäftigt war. Um circa 01.00 stürzte der ganze Dachstock in sich ein und begrub den Feuerwehrmann. Der Ehemann und Vater verstarb trotz sofortiger medizinischer Hilfe noch am Brandplatz. Rund 100 Rettungskräfte standen neben der Berufsfeuerwehr Zürich im Einsatz. Unter anderem waren das Pikett Glattal und zwei Milizkompanien der Pflichtfeuerwehr Zürich vor Ort. Mit Bildmaterial zeigte Wullschleger, dass die Räume und Zunftsäle im Parterre fast unversehrt blieben. Die Tischtücher und Servietten auf den Tischen in den Sälen im ersten Stock, unmittelbar unter dem Zunftsaal der brannte, blieben unversehrt. Die Untersuchungen in der Brandruine hatten ergeben, dass es sich um einen technischen Defekt an einer elektrischen Installation handelte. Gemäss Wullschleger klappte die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sehr gut. Trotz den schwierigen Bedingungen konnte das Ereignis auf sein ursprüngliches Ausmass beschränkt werden und die Feuerwehr hat trotz dem schweren Leid eine sehr gute Arbeit geleistet. Nach dem sehr interessanten Referat beantwortete Wullschleger beim Stehimbiss noch aufkommende Fragen.
Text: Marcel Wicky KFV
Bild: Simon Meisser KFV




