

Auf dem Bahnhof Rotkreuz führten die Gefahrengutverantwortlichen der SBB am Mittwochnachmittag, 23.08.2006, eine Routinekontrolle durch. Dabei stellten sie fest, dass die Beschriftung auf einem Tankcontainer mit der betriebsinternen Liste nicht übereinstimmte. Die Zugskomposition mit dem Tankcontainer war von Belgien in Richtung Italien unterwegs. Bei einer genaueren Kontrolle des Containers wurde ausserdem eine undichte Stelle festgestellt. Dort trat eine sehr geringe Menge ätzender Flüssigkeit aus. Deshalb wurde der Tankcontainer abgekoppelt und auf das Abstellgeleise verschoben. Danach wurde die Polizei orientiert und die Feuerwehr aufgeboten, welche die Umgebung des Tankcontainers grossräumig abgesperrte.
Für die Bevölkerung und die Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Wie sich herausstellte, war die Flüssigkeit weder giftig noch brennbar. Das Leck konnte durch die Feuerwehr provisorisch abgedichtet werden. Ermittlungen zur Ursache und zur falschen Beschriftung sind im Gange.
Die ausrückende Chemiewehr, welche vom Chemiestab und der Feuerwehr Rotkreuz unterstützt wurde, leitete vor Ort die entsprechenden Massnahmen ein. Nach dem Absperren des Schadenplatzes konnte die Chemiewehrzone eingerichtet werden. Gleichzeitig wurde die Stofferkennung vorgenommen. Den Spezialisten der Chemiewehr gelang es, das Leck abzudichten, und somit konnte auf eine aufwändige Umpumpaktion verzichtet werden. Während des Einsatzes wurden laufend Messungen vorgenommen. Die Verkehrsdienstgruppen beider Feuerwehren sicherten den Warteraum und gewährleisteten den Verkehrsfluss. Nach der Dekontamination der Einsatzkräfte und des Materials konnten Objekt und Schadenplatz den Verantwortlichen der SBB übergeben werden.
Im Einsatz standen die Feuerwehr Risch, die Freiwillige Feuerwehr Zug, der Rettungsdienst Zug, Spezialisten des Chemiestabs mit einem Mitarbeiter des Amts für Umweltschutz und die Zuger Polizei.