Betzholz/Hinwil: Fahrsicherheitstraining

Am 25. November 2006, früh am morgen, machten sich 10 Feuerwehrleute auf den Weg nach Betzholz, um ein Fahrtraining mit ihren Feuerwehrfahrzeugen zu absolvieren. Unter anderem waren die Gemeindefeuerwehren Baar, Risch, Steinhausen, Oberägeri und Neuheim vertreten. Die Feuerwehren Hünenberg, Walchwil, Menzingen, Cham und Unterägeri haben bereits eine Woche früher in Betzholz trainiert.

 

In Betzholz angekommen, stellte sich Kony Schuler, ehemaliger Fahrlehrer aus dem Kanton Zug, als Instruktor vor. Richtige Sitzposition, Bremsen, Fahrdynamik und auch das richtige Verhalten wurden besprochen. Anschliessend konnten wir das Theoretische ins Praktische umsetzen. Bei den praktischen Übungen waren wir per Funk mit dem Instruktor verbunden, der uns noch während des Fahrens wertvolle Tipps und Tricks geben konnte.

 

Bei der Übung 1 fuhren wir Slalom und dies zur Hälfte auf Asphalt und auf einem Spezialbelag. Hier durften wir bereits die ersten Erfahrungen auf Eis sammeln.
Der 2. Posten brachte Einige ins Staunen, als wir den Unterschied zwischen Vollbremsung auf Asphalt und auf einer schneebedeckten Strasse sahen und merkten. Ziel war es, auf die Piste zu fahren und sobald Wasser aus dem Boden spritzte, anzuhalten. Wären die Wasserwände aus Beton gewesen… Einige Feuerwehren hätten dann einen Grund für die Beschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge gehabt.
Anschliessend gab es wieder Theorie: Was kann in der Kurve alles passieren? Wie soll unser Fahrverhalten, insbesondere die Handhabung der Lenkung sein? Ausserdem wurden viele Infos über das Fahren bei Gefälle abgegeben.

 

Nach dem Mittagessen ging es mit viel Praxis weiter. Nun konnten wir im Gefälle das Gelernte anwenden. Hier war das Ziel, im Gefälle vor einer Wasserwand anhalten zu können. Als Bemerkung am Rande: Einige Teilnehmer mussten unseren „Plan B - Notausgang Cafeteria“ wählen, da sie die Kurve nicht erwischten.

 

Anschliessend durften wir verschiedene Tempos in einem Kreisel ausprobieren – aber alles mit Geschwindigkeitsgrenze! Es wurde von einigen unterschätzt, wie starke Kräfte hier wirken und wie schnell das Fahrzeug „verloren“ ist. Als Abschluss dieses Teils gab es ein "Duell" zwischen zwei Fahrzeugen, die Runden drehten und versuchten, sich gegenseitig einzuholen.

 

Die zweitletzte Übung war wiederum ein Höhepunkt: Auf ebener Fläche mussten wir diversen Wasserwänden ausweichen, ohne die Beherrschung über das Fahrzeug zu verlieren. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Mit jedem Versuch ging es besser, bis wir mehrheitlich den Hindernissen ausweichen konnten.

 

Als „Dessert“ des Tages konnten wir nun das soeben auf flachem Grund Ausprobierte auf das Gefälle übertragen. Anschliessend an eine Grade mit Gefälle folgte eine Kurve, die alles noch schwieriger machte. Dass es möglich ist, mit einer geringen Geschwindigkeit von nur ca. 25 km/h ein Fahrzeug um 180° zu wenden dürfte spätestens jetzt allen klar geworden sein.

 

Bild und Text: Patrick Jordi, Feuerwehr Baar